144 - Medizinischer Notfall


Wir sind BLS/ALS and Bleet control trained
Als EFR (Emergency First Responder®) haben wir immer freiwillig mindestens ein IFAK (Individual First Aid Kit) und wenn kein Ambulanzdienst vor Ort ist auch einen mobilen Patientenmonitor für ein SpO² und NIBP monitoring dabei um bei medizinischen Notfällen - sofern zumutbar und möglich - erste Sofortmaßnahmen gemäß §95 StGB als freiwillige Laien-Ersthelfer zu leisten und der Rettungsleitstelle so viele Information wie möglich zum Notfall übermitteln zu können.
Die jahrelange Einsatzerfahrung hat gezeigt, was alles möglich ist: von kapillaren, venösen und arteriellen Blutungen, unsicheren Frakturen und akuten Patella-, Schulter- oder Hüftluxationen über Somnolenz, Apathie, Intoxikationen (C2, Drogen, Medikamente, KO Tropfen), Dehydratation, Dreh- und Schwankschwindel, kollabierten Personen, generalisierte epileptische tonisch-klonische Anfälle und PNEAs, neurokardiogene vasovagale und orthostatische Synkopen, psychogene Pseudosynkopen, psychogene Dyspnoe, metabolische Entgleisungen wie Hypoglykämie, Hyperglykämie, Azidosen als Folge, Hypoxämie, Anoxämie als Folge, Hypertonie, Hypotonie, Arrhythmien wie Tachykartie, Bradykartie, Schlaganfälle, SHT, neurologische Defizite, Auffälligkeiten wie Anisokorie, Pupillenstarre, distributive anaphylaktische Schocks und tiefer Bewusstlosigkeit – bis hin zu Notlagen, wo jede Sekunde zählt: Stich- und Schussverletzungen mit X-Blutungen, agonale Atmung, Apnoe oder – der Worst Case – eine Asystolie, wenn unvermitteltet Reanimationspflicht besteht. In solchen Lagen sind wir, alleine schon wegen unserer MPDS orientierten Kommunikation, eine verlässliche Laien-Schnittstelle in der Rettungskette und handeln in enger Abstimmung mit den Rettungsdiensten – noch bevor die Rettung, der Notarzt oder ein Streifenwagen mit Defibrillator eintrifft.
Bei Bedarf stehen wir auch dem Rettungsdienst zur CPR-Ablöse im laufenden Turnus oder zur Unterstützung bei der Notfallprotokollierung zur Verfügung - immer unterstützend, niemals invasiv.
Durch unseren engen Kontakte kennen wir grundsätzliche Rettungsabläufe und die SOPs. Wir kennen uns praktisch mit automatischen und theoretisch mit halbautomatischen Defibrillatoren sowohl im anterno-lateralen als auch im Sternum-Apex Betrieb aus. Selbst EKG Ableitungen, P- und T-waves, inverte T-waves (Anzeichen für u.a. Ischämie, Hypertrophie oder auch Lungenembolie), QRS Komplexe, PR und ST Strecken sowie tachykarde Entgleisungen wie die ventrikuläre Fibrillation oder eine SVT, bradykarde Leitungsstörungen wie ein AV-Block (Mobitz Typ 1) oder ein akuter N/STEMI als auch etCo² Werte aus der Kapnographie, reine Sauerstoffgabe mittels geschlossener Maske, der neue I-Gel sowie Zugänge, Trägerflüssigkeiten und 4 Minuten Medikations-Zyklen in der laufenden Reanimation sind uns ein Begriff, was uns ein Mitdenken ermöglicht.
"Time is Brain"
Die ersten 3 Minuten sind entscheidend
In Notfällen leistet die Emergency First Response Laien-Erste Hilfe und übernimmt unmittelbar die kritische Kommunikation mit den Einsatzkräften.
Klassische Meldung im Veranstaltungsfunk: "Da liegt jemand."
99,9 % der Melder sind mit der Situation überfordert. Noch dazu führt diese ungenaue Meldung zu Hektik und Verwirrung im Funkverkehr. Der Rettungseinsatz verläuft daher meist unkoordiniert und Einsatzkräfte verlieren wertvolle Zeit.
Die Tactical Operations EFR hingegen leistet freiwillige Laien-Erste Hilfe, steht dem Rettungsdienst für Rückfragen zum Einsatzort und im kritischen Ernstfall für unterstützende Maßnahmen während der Chaos- und Startphase sowie für organisatorische Assistenz (z. B. Notfallprotokollierung) während der Behandlungsphase bis zum stabilen Abtransport zur Verfügung.
Unser Vorgehen:
- Wenn möglich und zumutbar, leiten wir sofort Elementar-, Standard- sowie lebensrettender Sofortmaßnahmen gemäß Laien-Erster-Hilfe ein und sind erfahren im Umgang mit IFAKs.
- Unser IFAK ist ausgelegt für die Erstversorgung von Verletzungen – auch bei Einsatzlagen jenseits klassischer Standards.
- Übernahme der Funkkommunikation mit möglichst präziser Einsatzcodierung
- Unterstützung der Rettungskräfte vor Ort
- Wir kümmern uns um Angehörige, damit sich der Rettungsdienst auf das Wesentliche konzentrieren kann.
Hinweis:
Alle Maßnahmen erfolgen freiwillig im Rahmen des § 95 StGB, nur wenn zumutbar und möglich – ohne Verpflichtung, ohne Vergütung und unabhängig von Ort, Veranstaltung oder Auftraggeber. Unsere Unterstützung dient ausschließlich der Rettungskette.
